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Das
Projekt "VERLORENE NACHBARSCHAFT"
In der Neudeggergasse im achten Wiener Gemeindebezirk steht ein karger,
dunkelgrau verwitterter Gemeindebau. In der sogenannten Nachkriegszeit"
erbaut, mit spärlichen Mitteln, in Eile, ohne einen Blick nach links
und rechts, ohne einen Blick zurück. An dem Gemeindebau ist eine
Tafel befestigt. Man kann lesen, daß hier eine Synagoge stand, die
im November 1938 zerstört wurde. Wir, der Verein Interessensgemeinschaft
Neudeggergasse", sind Nachbarn und Nachbarinnen. Wir wollten ein
Zeichen des Gedenkens wie des Respekts und der Erinnerung an die verlorene
Nachbarschaft setzen.
Wir
wollten diesen einst mächtigen Bau mit seinen beiden 38m hohen Türmen
wieder erstehen lassen. Nicht auf Dauer, nicht dreidimensional, sondern
plan, für sechs Wochen, als Bild auf einer Folie, zweigeteilt, den
Riss in der Geschichte symbolisierend.
Für
kurze Zeit sollte der Ort, an dem die Synagoge stand, wieder ein Zentrum
der Liturgie, der Besinnung, der Begegnung werden. Die meisten unserer
jüdischen Nachbarn und Nachbarinnen sind nicht mehr am Leben. Wir
wollten mit diesem Projekt eine Zeit ins Bewußtsein rücken,
in der es noch eine gemeinsame Gegenwart und eine gemeinsame Geschichte
gab. Die Synagoge wurde am 1. Oktober 1998, dem Tag nach Yom Kippur, dem
Tag der Versöhnung", mit einem Fest eröffnet".
Vor der Synagoge sand ein Zelt, ein flüchtiger Ort, eine Schutzhaut,
die man mitnehmen kann. Es ist ein Ort des Kommens und Gehens. Ein Ort
des Wortes. Menschen, die früher einmal hier lebten, haben wir eingeladen,
zu uns zu kommen, in das Zelt und zu erzählen von früher, als
sie noch unsere Nachbarn waren. Manche haben wir besucht und ihre Erinnerungen
auf Video aufgenommen. Und wir wollten Nachbarn und Nachbarinnen aus dem
Bezirk einladen, ihre Erinnerungen mit-zu-teilen... einer des anderen
Nachbar... Bis zum 9. November sollte die Synagoge ein Ort der persönlichen
Begegnung werden, ebenso wie zum Zentrum literarischer, musikalischer
und historischer Veranstaltungen. Eine Ausstellung des Josefstädter
Bezirksmuseums ergänzte das Projekt Verlorene Nachbarschaft
- Die Synagoge in der Neudeggergasse". Eine Broschüre und ein
abschließendes Buch sollten der Erinnerung Stabilität und Dauer
verleihen. Eine angemessene Verbreitung wurde durch einen Dokumentarfilm
gesichert. Am Abend des 9. November 1998, sechzig Jahre nach der Nacht
des Pogroms, der Reichskristallnacht", wurde im Rahmen einer
stillen Feier des Gedenkens Abschied genommen. Es galt, die verlorenen
Nachbarn nicht wieder zu verlieren.
Die
Synagoge in der Neudeggergasse muß ein über die Maßen
imposanter Bau gewesen sein. Zweimal so groß wie die größeren
Häuser dieser kleinen, beschaulichen Gasse. Ihre Türme haben
in den Himmel geragt. Die Synagoge war nicht für diesen Ort geplant.
Die Wahl diese Ortes war - nach jahrelanger vergeblicher Suche - ein Kompromiß.
Die Synagoge selbst erzählt eine Geschichte. Von der Suche nach Raum
und Räumen, vom Willen zur Selbstbehauptung und Selbstdarstellung.
Im
Zelt fanden im Rahmen regelmäßiger Veranstaltungen (dreimal
wöchentlich) Begegnungen zwischen eingeladenen Gästen aus dem
In- und Ausland - Juden und Jüdinnen, die von hier fliehen mußten
- und Menschen, die heute hier leben, statt.
Ein
Abend pro Woche wurde künstlerischen Veranstaltungen mit jüdischer
Musik und Literatur gewidmet.
Zu
Projektende wurde die Synagoge in einem feierlichen Akt verdunkelt. Kurz
darauf wurde sie demontiert.
Ein
äußerlich flüchtiges Projekt. Nachhaltig der Anspruch,
ein kleines Stück gemeinsamer Geschichte im kollektiven Gedächtnis
der Stadt zu verankern.
Veranstaltungsprogramm
1998
1.
10. 1998 bis 9. 11. 1998
Veranstaltungen jeden Dienstag, Donnerstag, Sonntag um 19 h im Veranstaltungszelt
vor der Synagoge Neudeggergasse 12 - 1080 Wien
1.
10. 98
ERÖFFNUNG
"Emigration - Flucht - Deportation" - Archivfilme und Erzählungen
von EmigrantInnen (Video) Lena Rothstein: "Staub von Städten"
Text: Anna Krommer, Musik: Erwin Schmidt Genesis des Projekts
Wolfgang Gasser und Lena Rothstein: "Die ersten Schritte" -
aus Briefen der künftigen Gäste Dan Bar-On (Israel): "Das
Leben - eine Überraschung"
Lena Rothstein: "Dreimal Rosinen und Mandeln" Text und Musik:
Jimmy Berg Wolfgang Gasser: "Auswanderer" von Berthold Viertel
Dr. Elieser L. Edelstein (Israel): "Erinnern, vergeben"
Kulturstadtrat Dr. Peter Marboe und Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg:
Eröffnung Zewulon Kwartin: Komposition anläßlich der Tempeleröffnung
1903
Oberkantor Shmuel Barzilai , Klavierbegleitung Andrei Roth
4.
10. 98
VORTRAG
"Der Tempel"
Jüdische Tempel in Wien und ihre Zerstörung in der Pogromnacht
Dr. Pierre Genée und Dr. Robert Streibel
(Akustische und Filmische Dokumentation)
6.
10. 98
LESUNG
Thema: Hugo Bettauer:
Aus "Der Kampf um Wien", "Das entfesselte Wien", "Die
Stadt ohne Juden" und journalistischen Arbeiten Mit: Stephan Paryla
und .................
8.
10. 98 1. Gästeabend*
"Kinderleben"
... in Familie, Schule und auf Spielplätzen, mit Freunden und Freundinnen
vor dem "Anschluß" und danach Mit: Dan Bar-On (Jerusalem,
Israel), Dr. Gerda Lederer (New York, USA)
11.
10. 98
MUSIKALISCHER ABEND
"Ausgerechnet Bananen. Eine Hommage an Fritz Löhner-Beda"
Ein literarisch-musikalisches Programm nach der Idee von Herbert Zotti
in Zusammenarbeit mit dem Wiener Volksliedwerk Gerhard Bronner, Steffi
Paschke, Helmut Peschina
13.
10. 98
VORTRAG und VIDEO
"Wer hat hier gelebt?"
Dr. Elfriede Faber
"Jüdische Kultur in Wien" (Video)
15.
10. 98 2. Gästeabend*
"Rund um die Synagoge"
... aus dem Blick von Kindern und Jugendlichen
Lucie Benedikt (New York, USA), Bruno Kuhmerker (Albany, USA), Kurt Reiss
(Hajogev, Israel)
18.
10. 98
KONZERT
"Was suchst du noch, du bist hier fremd ..."
Lieder, Chansons und Texte von Jura Soyfer, Jimmy Berg und anderen
Lena Rothstein, Krzysztof Dobrek ( Ziehharmonika), Aliosha Biz (Geige)
Einführung: Trude Berg, Witwe Jimmy Bergs
20.
10. 98
KONZERT
Kantoralmusik von Zewulon Kwartin und anderen Wiener Kantoren
Oberkantor Shmuel Barzilai, Klavierbegleitung Andrei Roth
Durch das Programm führt Akiva Zimerman (Jerusalem)
22.
10. 98 3. Gästeabend*
"Vom Einmarsch zum Pogrom"
Wie alles anfing ... aus der Sicht derer, die nicht gejubelt haben
Dr. Elieser L. Edelstein (Jerusalem, Israel), Anny Kelemen (New York,
USA)
25.
10. 98
LESUNG
Thema: Assimilation
Texte von Felix Salten, Berthold Viertel, Emil Lucka u.a.
Mit: Wolfgang Hübsch und Mercedes Echerer
Einführung: Werner Rotter
27.
10. 98
KONZERT
Kammermusik von Alexander Zemlinsky
Roger Salander, Klarinette; Patrick Dheur, Klavier; Martin Hornstein,
Violoncello
29. 10. 98 4. Gästeabend*
"Flucht und Emigration"
Wie kam man aus dem Land heraus - und wie in ein anderes hinein?
Ernst Otto Allerhand (Buenos Aires, Argentinien), Guillermo Prochnik (Buenos
Aires, Argentinien), Lore Segal (New York, USA)
1.
11. 98
LESUNG
Thema: Erinnerung
Texte von Elisabeth Freundlich, Felix Salten, Rudolf Kalmar
Mit: Christiane Hörbiger, Toni Böhm, Thomas Stolzetti
3.
11. 98
VORTRAG
"Antisemitismus in den 20-er und 30-er Jahren in Wien"
Prof. Dr. Erika Weinzierl
"Die Erfahrung der Emigration an Beispielen aus Israel, USA, Argentinien"
Mag. Sabine Schweitzer
5.
11. 98 5. Gästeabend*
"Die alte Heimat heute"
Wien nach 1945 aus der Sicht von EmigrantInnen
Curtis L. Brown (Neenah, USA), Konrad Eres (Haifa, Israel), Dr. Robert
Rosner (Wien)
8.
11. 98
VIDEO UND VORTRAG
"Abschiede: Emigration - Flucht - Deportation" (Video)
Aus der Sicht der Betroffenen - aus der Sicht der damals Herrschenden
Gestaltung: Käthe Kratz
"Erinnern als Herausforderung" - Vortrag von Prof. Dr. Elieser
L. Edelstein
9.
11. 98 - 18 Uhr
GEDENKVERANSTALTUNG
"Wien-Blicke" von EmigrantInnen vor ihrem Besuch (Video-Montage)
Karin Schön: "Was ich sah und hörte" - Aus einem Projekt-Tagebuch
Curtis L. Brown (USA): "Verlorene Nachbarschaft - eine Erfahrung
und ihre Folgen" Petra Morzé und Peter Uray: "Briefe
an Österreich" - EmigrantInnen nach ihrem Wien-Besuch
Erich Zeisl: "Requiem Ebraico" (1945) - Öst. Erstaufführung
- Kantoralensemble Wien; Solisten: Anat Efraty (Wr. Staatsoper), Sopran;
Edna Prochnik, Alt; Boaz Daniel (Wr. Staatsoper), Bariton; Anton Holzapfel,
Orgel; Dirigent: Rami Langer
Gedenkrede:
Nationalratspräsident Dr. Heinz Fischer
Anat Efraty: Schlußlied
Verdunkelung der Synagoge
Moderation: Barbara Rett
*Gesprächsrunden
mit eingeladenen EmigrantInnen und mit remigrierten Juden und Jüdinnen
aus dem 7. und 8. Bezirk
Jedes
Programm wird mit einem 15-minütigen Videobeitrag mit Erinnerungen
ehemaliger jüdischer NachbarInnen zum jeweiligen Thema eingeleitet.
Täglich
ab 12.00:
GESCHICHTEN AM NACHMITTAG, Erinnerungen von EmigrantInnen (Videos)
Vor jeder Veranstaltung: "Wie ich es sah" (15-minütiges
Video mit EnigrantInnen)
DER
EINTRITT ZU ALLEN VERANSTALTUNGEN IST FREI
Musikprogramm:
Primavera Gruber / Orpheus Trust
Literaturprogramm: Werner Rotter / Österreichisches Literaturarchiv
In Zusammenarbeit mit: Jewish Welcome Service
Gesamtleitung: Käthe Kratz, Dr. Hans Litsauer, Arch. Dipl. Ing Georg
Schönfeld
HUGO
BETTAUER
1878
- 26. 3. 1925
Redaktion: Lange Gasse 5 - 7
Das bewegte
Leben Hugo Bettauers verlief am Rand der literarischen Szene Wiens, im
Umfeld der kulturellen Bewegung seiner Zeit und schließlich im Zentrum
des politischen Interesses einer mit Vorurteilen durchsetzten Öffentlichkeit.
So meldete er sich 1895 freiwillig zum Militär, desertierte, flüchtete
in die Vereinigten Staaten von Amerika. In New York erlebte er Arbeitslosigkeit
und die Früchte eines bescheidenen Ruhms als Journalist in einer
Zeitung der Hearst-Gruppe. Es wurde sogar behauptet, daß er in New
York bekannter gewesen sei, als in Wien. Später kehrte er zunächst
nach Europa zurück und ließ sich in Deutschland nieder. Kaiser
Franz Josef erließ anläßlich seines 75. Regierungsjubiläums
eine Amnestie, die Bettauer eine Remigration nach Wien erlaubte.
Bettauer
war zuallererst ein "homo politicus", ein Sozialdemokrat, der
Literatur benutzte, seine Anschauungen einer breiten Öffentlichkeit
vorzustellen. Er bevorzugte das Genre des Kriminalromans. Die Themen der
Wirtschaftskrise, Börsenspekulation, die hohe' Politik und
die Gosse kehren in seinen Werken immer wieder, einander kontrastierend.
Das Besondere
an Bettauers Arbeiten sind die hohe Sensibilität der gesellschaftlichen
Geschlechterhierarchie und dem Antisemitismus gegenüber. Prostitution,
Abtreibungsproblematik und Promiskuität kommen bei ihm jenseits der
moralischen Bewertung ausschließlich als soziale Phänomene
vor. Bettauer, der genauso wie Adolf Hitler die antisemitischen Parolen
in der Nationalversammlung vor dem ersten Weltkrieg genau registrierte,
erkannte die Brisanz dieses Themas, noch bevor es zu jener Realität
wurde, die Österreich noch bis zum heutigen Tag beschäftigt.
Vier Romane
bilden in losem Zusammenhang die "vier Wienromane": "Die
freudlose Gasse", "Das entfesselte Wien", "Der Kampf
um Wien" und "Die Stadt ohne Juden". Er gründete und
redigierte die Zeitschrift "Er und sie", mit der er die sozialen
Bedingungen für die Unterdrückung von Frauen anprangerte und
versuchte, ein Forum für alternative Lebensformen zu schaffen. Schon
nach der fünften Nummer mußte er sich für dieses Unterfangen
einem Pornographie-Prozeß stellen, wurde jedoch freigesprochen.
Am 25. April 1925 drang der national fanatisierte Zahntechniker Otto Rothstock
in die Redaktion der Folgezeitschrift "Bettauers Wochenschrift"
ein und erschoß Bettauer.
Anton Kuh,
selbst Zielscheibe von Bettauers Spott, bezeugte nachträglich die
Bedeutung dieses Mordes als Zeichen, das auch sein Leben bedrohte.
Zitate
An den Gästeabenden
zwischen 1. Oktober und 10. November 1998 werden die Zeitzeugen Ernst
Otto Allerhand, Dan Bar-On, Lucie Benedikt, Curtis L. Brown, Käthe
Ehrenfest, Konrad Eres, Anny Kelemen, Bruno Kuhmerker, Gerda Lederer,
Herr Prochnik, Kurt Reiss und Lore Segal aus Buenos Aires, Albany, Neenah,
New York, Jerusalem, Hajogev und Haifa in der Neudeggergasse über
ihre Erinnerungen erzählen, um das Leben und Leiden der jüdischen
Gemeinschaft in der Wiener Josefstadt als ein wichtiges Stück gemeinsamer
Geschichte im Gedächtnis der Stadt zu verankern.
Curtis
L. Brown, Neenah, USA:
Man kann einen Menschen aus Wien herausnehmen, aber nicht Wien aus
einem Menschen."
Dan Bar-On,
Hajogev, Israel:
Das erste Mal, daß mir bekannt wurde, daß ich ein Jude
bin, daß ich einen Buckel hab, war in der Volksschule. Die Kinder
haben irgend etwas gerufen, "Dreckjud" oder irgend etwas. Ich
wußte nicht genau, was das ist, aber habe verstanden, daß
das nichts Schönes ist. Ich hab es dem Lehrer gesagt, aber der hat
natürlich nichts weiter gemacht. Bis heute verfolgt mich dieses Gefühl,
- ich habe es, wenn ich daran denke, daß mich damals jeder auf der
Straße mißhandeln konnte und nichts wäre ihm passiert.
Es ist für mich zum Guten ausgegangen. Ich habe meinen Weg gefunden,
jetzt fühle ich mich zu Hause. In Österreich war ich ein Österreicher
mit einem Buckel; hier fühle ich mich als Israeli in meinem Land
- es gehört mir und der Buckel ist weg."
Felix
Friedenbach, Buenos Aires, Argentinien:
"Was würden Sie tun, wenn heute auf einer Parkbank steht, Chinesen
dürfen sich nicht hinsetzen? Ich würde mich vor den Konsequenzen
nicht fürchten, ich würde das abwischen oder abmontieren. Ja,
dann sollen sie mich einsperren oder ein bißchen strafen, oder was
sie wollen. Es gibt Grenzen, die das Gewissen nicht ertragen kann. Wie
kann ich das erklären? Wenn man einem von heute auf morgen den Boden
unter den Füßen wegzieht - Sie sind jemand, dann existieren
Sie nicht mehr - Freiwild - Wie kann das sein? Was nie zugeheilt ist,
ist meine unglückliche Liebe zu Wien. Der Wiener ist eine ganz besondere
Melange, etwas ganz Besonderes. Ich hab in Bolivien und in Argentinien
nicht Fuß gefaßt - warum mußte ich leben wie eine Pflanze,
die ausgerissen wird und woanders nicht mehr Fuß fassen kann. Das
Geschäft wurde arisiert, das Haus wurde arisiert - arisiert heißt
wegnehmen. Ich hätte meinen Wohnsitz gern in Wien, aber ich habe
Angst, daß ich meine Identität aufgeben müßte."
Lore Segal,
New York, USA:
Kurz nach dem Anschluß hat man alle arischen Kinder in die
Vorderbänke gesetzt. Zwei Reihen waren leer, daß die schlechte
Luft nicht nach vor kommt. Die jüdischen Kinder saßen in den
hintersten Bänken."
Anny Kelemen,
New York, USA:
Die beste Freundin meiner Mutter hieß Ada; sie waren miteinander
groß geworden. Als Hitler kam und sie Ada anrief, sagte die Freundin,
ruf mich nicht mehr an, wir wollen mit Dir nichts mehr zu tun haben! Wir
wollen mit Juden nichts zu tun haben. Ich kam von der Schule und fand
meine Mutter bitterlich weinend. Das ist die Erinnerung, die ich hatte
von christlicher enger Freundschaft. In der Schule durften die Kinder
nicht mehr mit uns sprechen. Am nächsten Tag hat uns die Lehrerin,
wenn wir die Hand hoben, nicht mehr gerufen. Am dritten Tag waren wir
Nicht-Menschen". Es war perfekt. Es war, als ob wir nicht existierten.
Ich hatte nur einen Wunsch, daß dieses Land sagen sollte, Es
tut uns schrecklich leid, wir haben Schreckliches geschehen lassen, wir
wollen uns entschuldigen." Jetzt ist es passiert. Ich glaube, es
muß viele Menschen geben, die so wie ich nichts anderes wollten.
Die wollen kein Geld. Wir wollen nur das Wissen, daß irgend jemand
dort, der Staat, sagt, Ihr wart Bürger dieses Landes, ein Teil
des Landes, man hat Euch verstoßen, das war eine schrecklichen Sache.
Wir wollen das, wie wir nur können wieder gut machen. Inzwischen
wollen wir uns entschuldigen."
Assimilation
Assimilation,
so umstritten dieses Thema auch heute noch ist, muß in der Differenzierung
gesehen werden, die diese Problematik verdient. Als Beispiele dienen am
Vorabend zum Nationalfeiertag Texte, die den Liberalismus (Salten), das
Bildungsbürgertum (Lucka) und den Sozialismus (Viertel) repräsentieren.
Der Diskurs über Assimilation erschöpft sich zumeist im verallgemeinernden
Disput des Für und Wider. Dieser Abend ist ein Versuch, nicht nur
die Personen zu beleuchten, die sich assimiliert haben, sondern auch auf
eine Gesellschaft, die mit normativen Vorgaben das Maß bestimmt,
mit dem sie strukturelle Gewalt einsetzt.
Es ist innerhalb
des gesamten Programms sicherlich einer der anspruchsvollsten Abende,
jedoch einer der ansprechendsten zugleich. Das Duo Wolfgang Hübsch
und Mercedes Echerer spannt einen Bogen von der Lueger-Zeit bis zu den
Analysen Berthold Viertels, die im Exil entstanden. Die scheinbare Mixtur
aus Prosa, Essays und Versen zieht eine Spur zwischen Selbstbewußtsein
und Selbstverleugnung.
Felix
Salten (Siegmund Salzmann) 6.12.1869 - 8.10.1945, Kochgasse 22
Wann immer
der Name Salten fällt, wird er mit Josefine Mutzenbacher assoziiert,
und wenn nicht mit dieser, so mit Walt Disneys Zeichentrickfilm "Bambi".
Zwischen den Extremen Pornographie und Kinderbuch scheinen seine bedeutenderen
Verdienste noch immer nicht ausreichend gewürdigt zu sein.
Mit Hermann
Bahr und Arthur Schnitzler begründete Salten das "Jung-Wien",
mit dem die Moderne im Wien des Fin de Siècle begann. Salten versuchte
sich erfolgreich in der kleinen Form des Porträts. Seine Schilderungen
der Lueger-Zeit und die Charakterisierung von Sissi/Elisabeth weisen ihn
auch als klaren Analytiker seiner Gegenwart aus.
Salten gehörte
zu den wenigen Schriftstellern, die ein Coming Out' als Zionist
wagten.
Emil Lucka
11.5.1877 - 15.12.1941, Florianigasse 30
Emil Lucka
kann als Vertreter der Assimilation in bildungsbürgerlicher Variante
gelesen werden. 1901 verließ er die israelische Kultusgemeinde,
da er sich der germanischen Kultur, laut Eigenaussage, verbunden fühlte.
Seine Rezeption Otto Weiningers und die kulturtheoretischen Essays geben
Einblick in eine Persönlichkeit, die den Identitätswechsel nur
mit großen Verdrängungsaufwand bewältigen konnte. Neben
Heimatromanen verfaßte Lucka auch Bücher zu historischen Themen.
Berthold
Viertel 28.6.1885, Wien - 24.9.1953, Wien Kaiserstraße
Berthold
Viertel ist vor allem als Theater- und Filmregisseur bekannt. Er arbeitete
schon vor seiner Emigration zwischen 1928 bis 1932 in Hollywood und New
York. Sein einziger Roman "Das Gnadenbrot" handelt von den Identitätskrisen
eines alternden Schauspielers. Sein Versuch, in Österreich einen
Lyrikband zu veröffentlichen, scheiterte an der Machtergreifung Hitlers
- die Druckvorlagen wurden vernichtet. Die Vertreibung aus Österreich
führte ihn über London nach New York. Die in der Emigration
entstandenen Werke reflektieren sein Judentum, seine Konflikte mit dem
Antisemitismus der österreichischen Spielart aber auch seine ablehnende
Haltung gegenüber dem Bürgertum.
Erinnerung
Die gesamte
Veranstaltungsserie umspannt das Thema Erinnerung. Erinnerungen sind authentisch
und für jede Person wahr. Die Widersprüche entstehen erst im
Dialog. Die autobiographische Literatur dokumentiert einerseits diese
Erinnerungen, auch über die Lebenszeit hinaus, aber ordnet und reflektiert
andrerseits die Erlebnisse für einen Dialog, der erst nach der Lektüre
beginnt.
Die vorgestellten Texte sind zum größten Teil nur mehr in Bibliotheken
zu erhalten. Auch wenn sie sich auf Autorinnen und Autoren beziehen, die
dem Namen nach bekannt sind, sind ihre Zeitbezüge aus dem öffentlichen
Bewußtsein verschwunden. Erinnerungen an Erinnerungen.
Der ernste
Hintergrund schließt überraschend komische Seiten keineswegs
aus.
Rudolf Kalmar
18.9.1900 -18.1.1974, Lerchengasse 4
Rudolf Kalmar
studierte Rechts- und Staatswissenschaften an der Universität Wien
und wandte sich schon früh dem Journalismus zu. Ab 1922 arbeitete
er in der Tageszeitung "Der Wiener Tag", deren Chefredakteur
er von 1934 bis zu seiner Verhaftung 1938 war. Nicht zuletzt aus politischen
Gründen war er den Nazis verhaßt. Er wurde mit dem ersten Transport
nach Dachau im April 1938 deportiert. Sein Bericht "Zeit ohne Gnade"
über das Leben im KZ wurde 1946 veröffentlicht.
Ab 1945 arbeitete
er in "Neues Österreich" und ab 1957 in der "Presse".
Er wirkte auch als Präsident des Presseclubs Concordia.
Felix
Salten
(Siegmund Salzmann) 6.12.1869 - 8.10.1945, Kochgasse 22
Das Buch
"Alte Menschen auf neuer Erde" entstand 1924nach einer Palästinafahrt,
die Salten, von Theodor Herzl beeinflußt, unternahm. So naiv sich
seine Auffassung später erwies, so mutig war sein Schritt, sich zum
Zionismus zu bekennen. Der Text gibt auch Auskunft, daß der Zionismus
unter dem britischen Protektorat vielfältiger ausgeprägt war,
als es der Autor zunächst vermutete.
Elisabeth
Freundlich 21.7.1906 - Florianigasse 55
Elisabeth
Freundlich ist nicht nur die einzige lebende Schriftstellerin, die im
literarischen Programm des Projektes "Verlorene Nachbarschaft"
vertreten ist, sondern auch die einzige Frau unter den Literaten.
Nach ihrem
Studium der Germanistik, Romanistik und Kunstgeschichte arbeitete sie
als Regisseurin und Dramaturgin in Wien. Ab 1932/33 schrieb sie für
die "Wiener Weltbühne", der ersten Exil-Variante der Berliner
Zeitschrift "Die Weltbühne". 1938 emigrierte Freundlich
nach Paris, 1940 mußte sie in die USA fliehen.
Gemeinsam
mit ihrem Mann Günther Anders remigrierte sie 1950 nach Wien. In
"die fahrenden Jahre" beschreibt sie auch die Schwierigkeiten,
mit denen sie im Wien der Nachkriegszeit konfrontiert war, aber auch die
Diskriminierung, die ihr als schreibende Frau widerfuhr. Eine Anerkennung
als Autorin erfolgte erst in den 70er Jahren.
Geschichte
Geschichtliche
Daten zur Neudeggergasse 12
Das Areal
der Neudeggergasse gehörte seit Ende des 14. Jh. dem Hochstift Passau.
Dieses "Neudeggerlehen" umfaßte auch Gebiete im heutigen
7. Bezirk. 1694 erwarben die Schotten diese Grundherrschaft.
Auf dem Gebiet der heutigen Neudeggergasse erstreckte sich das Besitztum
des Johann Georg Altschaffer, eines kaiserlichen Rates und Stadtunterkämmerers.
Später erwarb dieses Grundstück der berühmte Samtfabrikant
Louis Henry, der in der Folge sein Besitztum parzellieren ließ.
So wurden nach 1772 die Häuser in der Neudeggergasse erbaut.
Das Haus Nr. 12, "Zur goldenen Sonne" wurde 1777 errichtet und
um die Jahrhundertwende abgerissen. 1903 entstand die Synagoge, ein gotischer
Ziegelrohbau nach den Plänen von Max Fleischer.
Max Fleischer, geb. 29.3.1841 in Mähren, studierte an der Technischen
Universität Wien und ab 1863 an der Akademie der bildenden Künste
bei August von Siccardsburg und Eduard van der Nüll. Er war später
im Architektenbüro des Rathauserbauers Friedrich Schmidt tätig.
1887 machte er sich selbständig. Er erbaute in Wien die Synagogen
in der Neudeggergasse, Schmalzhofgasse, Müllnergasse sowie weitere
in Budweis, Pilgram und Lundenburg.
Er wählte gotische Stilelemente, um die Einordnung des Judentums
in die bürgerliche Kulturgesellschaft zu betonen.
Dr. Moritz
Bauer
wurde 1968
in der Slowakei geboren,
heiratete 1898 Eugenie Abeles,
drei Kinder,
war ab der Einweihung der Synagoge im Jahre1903 als Gemeinderabbiner und
Religionslehrer im Neudegger-Tempel tätig.
Ab 6. März 1939 angeblich nach Amerika abgemeldet.
Wer kann
Angaben zu seinem Leben nach 1938, zu seinen Kindern Anna, Eduard und
Fritz oder zu seinen Enkelkindern machen ?
Geschichtliche Daten zur Neudeggergasse 12
1930 war
der Eigentümer der Tempelverein des 8.Bezirkes der Stadt Wien. Die
Parzelle umfaßte 865 m2. Sie war geteilt in drei Bauflächen
und eine Gartenfläche.
Am 16.Jänner 1939 wurde aufgrund einer öffentlichen Urkunde
im Sinne § 33 des Grundbuchgesetzes (Bescheid des Reichskommissars
für die Wiedervereinigung Österreichs mit dem Deutschen Reich),
zuständig für Vereine, Organisationen, Verbände, das Eigentumsrecht
für die Mautner Markhof Brauerei Schwechat AG einverleibt.
17. September 1940: Aufgrund der Amtsbestätigung lautet der Name
des Eigentümers nunmehr Brauerei Schwechat.
20. Februar 1948: Auf Beschluß der Rückstellungskommission
beim Landesgericht für Zivilrechtssachen Wien wird die Einleitung
des Rückstellungsverfahrens angemerkt.
25.Juni 1948: Aufgrund des vollstreckbaren Teilerkenntnisses der Rückstellungskommission
wird das Eigentumsrecht für die Israelitische Kultusgemeinde Wien
einverleibt.
16. April 1953: Aufgrund des Kaufvertrages vom 19.und 26.Februar sowie
25.März 1953 wird das Eigentumsrecht für die Stadt Wien einverleibt.
Heute hat das Areal 821 m2 Gesamtfläche, wovon eine Baufläche
begrünt ist.
Geschichtliche
Daten zur Synagoge
1897 erhielt
Max Fleischer vom Vorstand des Tempelvereines den Auftrag, einen Plan
zur Errichtung eines Tempels zu erstellen. Nach langer Suche und mühevollen
Verhandlungen mit dem Magistrat wurde die Neudeggergasse 12 als Bauplatz
fixiert.
Der zuständige Stadtrat lehnte jedoch das Projekt ab.
Erst nach jahrelangem Prozeß, der sämtliche Instanzen durchlief
und nach der Erfüllung verschiedenster, wechselnder Auflagen konnte
schließlich am 10.8.1903 mit dem Bau begonnen werden. Sechs Monate
später war er fertig.
Die Baukosten wurden ausschließlich aus privaten Mitteln beglichen.
In der Pogromnacht im November 1938 wurde die Inneneinrichtung der Synagoge
zerstört, die Türen wurden vernagelt.
1940 wurde die Synagoge dem Erdboden gleichgemacht.
Feedback
und Impressum
Meinungen,
Reaktionen und Hinweise bitte an:
Verein IG-Neudeggergasse
c/o Dr. Hans Litsauer
Neudeggergasse 1
1080 Wien / AUSTRIA
Projektleitung:
Käthe
Kratz
Neudeggergasse 14
1080 Wien
Dr. Hans
Litsauer
Neudeggergasse 14
1080 Wien
Dipl.-Ing.
Arch. Georg Schönfeld
Brucknerstraße 6
1040 Wien
Ehrenkomitee
Acht Vertreter
des geistlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Lebens haben
spontan ihre Mitarbeit in einem Ehrenkomitee zugesagt.
Dr. Erhard
BUSEK
Oberrabbiner Paul Chaim EISENBERG
Hofrat Paul GROSZ
Prof. Ruth KLÜGER
Superintendentin Mag. Gertraud KNOLL
Kardinal Dr. Franz KÖNIG
Univ.-Prof. Dr. Erika WEINZIERL
Dr. Helmut ZILK
Kardinal
Dr. Franz KÖNIG:
"Wir
alle haben die Pflicht, uns mit unserer Vergangenheit auseinanderzusetzen.
Wer versucht, geschehenes Unrecht einfach zu vergessen, ist dazu verurteilt,
es noch einmal zu durchleben. Man kann nicht aus der Geschichte lernen,
wenn man gar nicht wissen will, was eigentlich geschehen ist. Aus diesem
Grund erachte ich gerade Ihre menschlich berührende Aktion als sehr
wichtig und notwendig, damit in einer hoffentlich besseren Zukunft in
unserer einswerdenden Welt Platz für alle Menschen sein wird, um
in Frieden miteinander zu leben."
Univ.-Prof.
Dr. Erika WEINZIERL:
"Die
1903 innerhalb des Gürtels erbaute Synagoge war ein religiöses
Zentrum für die Juden der umliegenden Bezirke. Wie die meisten anderen
Wiener Synagogen wurde sie in der "Reichspogromnacht" vom 9./10.
November 1938 von fanatischen Nationalsozialisten in Brand gesetzt. Daß
eine Gruppe engagierter Bürger aus der Josefstadt zum 60jährigen
Gedenken eine Abbildung der Fassade in Originalgröße in zwei
Teilen links und rechts vor dem Ort, an dem die Synagoge gestanden ist,
aufstellen und 18 einschlägige Veranstaltungen organisieren wird,
ist ein bemerkenswertes Bekenntnis auch der Mitschuld der Wiener, die
keine solidarische Nachbarschaft bewiesen, sondern dem Brand tatenlos
zugeschaut haben. Dieses beachtliche Zeichen der Erinnerung hat mich veranlaßt,
dem Ehrenkomitee beizutreten."
Spenden
Das Projekt
des Vereins "IG Neudeggergasse" ist eine Privatinitiative, die
von öffentlichen Stellen unterstützt wird. Ein Drittel des Budgets
von rund 5,2 Millionen Schilling muß mit Hilfe von Sponsoren und
Spenden finanziert werden. Kassier Dr. Hans Litsauer bittet daher Firmen
und Privatpersonen, das Projekt als Proponenten zu unterstützen.
Unsere Kontonummer
(Achtung: Daten nicht mehr gültig!):
Bank
Austria
697 347 607
BLZ 20151
Wir danken folgenden Sponsoren, Proponenten und Spendern:
Sponsoren:
Ana
Grand Hotel Wien
Austrian Airlines
Bank Austria
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BM f. Wissenschaft und Verkehr
Blow Up
Bösendorfer
Bundeskanzleramt
Europapier
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Gewista
Herndlhofer Gerüstbau Ges. m. b. H.
Hotel Altstadt Vienna
Kapsch
Österreichische Nationalbank
Österreichisches Verkehrsbüro
Scholdan & Company
Wiener Städtische Versicherung
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Wien Kultur
Proponenten:
Atelier
Archiv Attersee
BAWAG
Komm.Rat
Leopold Böhm
Dr.Helmut
Bloech
Thomas
Brezina
Dr.Heinrich
Dürmayer
Eva
Dürmayer und Josef Dax
Paul
Ferstel
Christian
Köck
Dr.Christian
Leon
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Lugger
Christian
Melicha
Mag.Sigrid
Massenbauer
Mungo
Film- u. Fernsehproduktionsg.m.b.H.
Österr.Lotterien
Dr.Christian
Palmers
Christian
Panigl
Erzbischof
Dr.Christoph Schönborn
Peter
Turrini
Weiters
haben gespendet:
Maria
Bill
Dian Film Anneliese Wiesler
Johanna Dohnal
Dr.Caspar Einem
Christa Esterhazy
Carmela Fink
BM Elisabeth Gehrer
H.K.Gruber
Peter Handke
Peter Huemer
Dr.Krista Jussenhoven
Dr.Kloess
Sandra Kreisler
Arch.Dipl.Ing.Rüdiger Lainer
Dr.Wolfgang Lieben-Seuter
Erni Mangold
Prof.Dr. Marcel Prawy
Louise Martini
Friederike Mayröcker
Henry Meisels
Univ.-Prof.Dr. Siegfried Meryn
Fritz Muliar
Elisabeth Orth
Dipl.Ing. Laurids Ortner
Anton Pelinka
Univ.-Prof.Dr. Franz X. Pesendorfer
Univ.Prof.Dr. Johannes Poigenfürst
Dr.Hugo Portisch
Chrysante Posch
SATEL Ges.m.b.H.
Dr. Theo Saxer
Roman Schlieser
Dkfm.Rudolf Schmutz
Mag. Heinrich Scholdan
Reinhard Schwabenitzky
Brigitte Schwaiger
Erwin Steinhauer
Urbanek
o.Univ.-Prof.Arch.Johannes Spalt
Andreas
Vogelsinger
Dr.Michel
Walter
Welsh
Impressum:
Verein
Betrifft: Neudeggergasse, ZVR-Nummer: 874631111, c/o Dr. Hans Litsauer,
Neudeggergasse 1, 1080 Wien, Tel.: (+43) 0699/154 700 19, office@verlorene-nachbarschaft.at
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