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Die
wissenschaftlichen Grundlagen des Projektes
Aus
wissenschaftlicher Sicht handelt sich bei dem Projekt um eine komparative
und interdisziplinäre kulturwissenschaftliche Forschung, wobei
v. a. drei Dimensionen relevant sind:
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Longitudinale Dimension: es wird angeknüpft an das Projekt 1998,
das in Wien stattgefunden hat. Die Debatten, Medienberichterstattung
und Rezeption in Wien und dann in Buenos Aires sollen verglichen werden,
da ja das Gesamtthema - "Auseinandersetzung mit traumatischen
Vergangenheiten" - beide Länder in unterschiedlicher Weise
betrifft, besonders aber die Vertreibung und Flucht jüdischer
Österreicherinnen und Österreicher aus Wien 1938 und die
Folgen des Novemberpogroms in Wien 9.11.1938.
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Es
geht um eine "oral history" der noch lebenden Exil-Österreicherinnen
und Österreicher: durch Paneldiskussionen und Interviews wird
erhoben, wie deren Leben verlaufen ist. Dies stellt eine einzigartige
Materiallage dar, die dokumentiert und ausgewertet werden muss, sowohl
durch Historiker wie auch Psychologen.
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Es
geht um eine komparative sozio-politische und historische Studie des
Umgangs mit traumatischen Vergangenheiten in den beiden Ländern,
Österreich und Argentinien: was wird tabuisiert, wie wird aufgearbeitet,
von wem, und wann, mit welchen Folgen? Damit reiht sich unser Projekt
in die große Mainstream-Forschung zu "Memory und Auseinandersetzung
mit Vergangenheit" ein.
Alle
drei Dimensionen werden einerseits durch wissenschaftliches Begleiten
und Evaluation der Events dokumentiert und damit Daten erhoben; andrerseits
durch wissenschaftliche Quellenrecherche und narrative Interviews.
Da die betroffenen Personen sehr alt sind und daher nicht mehr lange
leben, haben wir nun diese einzigartige Gelegenheit, diesen schwierigen
Teil österreichischer Vergangenheit aufzuarbeiten.
Wir wollen natürlich auch die Nachkriegsgenerationen einbeziehen
und erheben, inwieweit diese durch die Biographien ihrer Eltern in ihrer
Lebensgestaltung beeinflusst wurden.
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