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Der
Verein "Betrifft Neudeggergasse"
Nach
Abschluss der Umgestaltung der Neudeggergasse im 8. Wiener Gemeindebezirk
zu einer Wohnstraße im Jahre 1994 wurde auf Privatinitiative einiger
Bewohner/innen im Juni 1995 erstmals das Neudeggergassen Wohnstraßen-
und Hofgärten-Fest organisiert.
Anfang
1996 wurde der Verein "Betrifft: Neudeggergasse" gegründet,
er versteht sich als überparteiliche und überkonfessionelle
Kommunikationsplattform für sozial- und kulturpolitische Anliegen
in unserem Grätzl.
Einer
der Themenschwerpunkte bei den Gassenfesten war schon damals die Erinnerung
an die ehemalige Synagoge in der Neudeggergasse.
Mit
dem Projekt "Verlorene Nachbarschaft" stellte sich der Verein
seine bislang anspruchsvollste Aufgabe. Die große öffentliche
und private Resonanz belegte und belegt bis heute die Sinnhaftigkeit dieses
Projekts.
Mit
dem nun vorliegenden Projekt wollen wir zum einen den Fragen, Irritationen,
Missverständnissen und "blinden Flecken" in der Wahrnehmung
Wiens (Österreichs), speziell nach 1945, nachgehen; es soll sowohl
das Bild der jüdischen wie auch der nicht-jüdischen Bevölkerungsteile
untersucht werden. Eine vielschichtige Präsentation des heutigen
Wien, speziell auch der Entwicklung jüdischen Lebens seit 1945, unter
besonderer Berücksichtung des Umgangs mit der eigenen Geschichte,
soll dem häufig eindimensionalen Bild neue Facetten verleihen.
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